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DMX-512/DIN - Deutsche Norm DIN 56930-2

 

KEIN STANDARD ?

 

 

Die serielle, digitale Übertragung nach DMX-512 hat sich auch in der Theatertechnik zum dominierenden Übertragungsstandard in der Lichttechnik gemausert. Das Protokoll wurde seinerzeit von der USITT (United States Institute of Theatre Technology, Inc.) dokumentiert und publiziert. Die Überführung der USITT DMX-512 in eine deutsche DIN-Norm (DIN56930-2) schafft nunmehr, gut 10 Jahre später, neue Tatsachen: erstmalig liegt eine Norm vor, die durch ein international respektiertes Normengremium verabschiedet ist - selbst wenn sie nur als deutsche Norm gültig ist. Die Existenz einer Deutschen DIN 56930-2 hat sowohl positive als auch negative Aspekte:

  • Anforderungen an Sender, Empfänger und das Übertragungsprotokoll für DMX-512 sind erstmalig in einem Normenpapier erfaßt worden. Dies Dokument ist die Grundlage für die Funktionalit so ausgestatteter Anlagen, es dient als Grundlage für Gutachten im Falle funktionaler Probleme einer Anlage oder Anlagenkonfiguration.
  • Das USITT Papier ist keine international gültige Norm sondern lediglich eine Empfehlung ohne bindenden Charakter, die DIN ist bindend.
  • Durch den deutschen Alleingang besteht jedoch die Gefahr, einen weltweit einheitlichen Standard zu verlieren - die Internationalisierung wird gefährdet.
  • Mit Erscheinen einer ISO-Norm DMX-512/2000 - hieran wird derzeit international gearbeitet - würde die DIN 56930-2 möglicherweise hinfällig.

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DAS NEUE

In Hinblick auf Signalform und Signaltiming folgt die DIN 56930-2 streng der USITT Vorgabe. Sogar Fehler im Originalmanuskript wurden übernommen - so ist beispielsweise für die Frame-Zeit die Summe aller positiven Toleranzen statt richtig mit 44,88us (44,0 +/- 0,88us) nur mit 44,48us angegeben. Dieser Fehler ist bereits ein Übernahmefehler im Original-USITT-Dokument und dort seit gut 10 Jahren präsent.
Die Signalform ist folgendermaßen festgelegt:

Nr

Signalname

Min.

Typ.

Max.

Einheit

1

Reset

88

88

 

us

2

Mark zw. Reset 

und Smartbyte

8

-

1s

us

3

Frame-ZEit

43,12

44,0

44,88

us

4

Startbit

3,92

4,0

4,08

us

5

LSB

3,92

4,0

4,08

us

6

MSB

3,92

4,0

4,08

us

7

Stoppbit

3,92

4,0

4,08

us

8

Mark zw. Frames

0

0

1,00

s

9

Mark zw. Paketen

0

0

1,00

s

10

Resert- Reset 

( Übertragungsausfall)

1094

   

s

 

5-poliger XLR-Steckverbinder

Pin Funktion 1 Masse (Abschirmung)

Pin Funktion 2 DMX-

Pin Funktion 3 DMX+

4 frei, oder 2. Verbindung (2. Link, optional) DMX-

 Kabel: Spezielle Kabeltypen werden nicht mehr vorgeschrieben; sowohl für Stecker als auch für Kabel nennt die DIN 56930-2 keinerlei Refernzfabrikate. Als Kabeltype wird CAT5 Datenkabel - wie in der Netzwerktechnik üblich - empfohlen. Es eignet sich insbesondere für feste Verlegung und ist den bisher angegebenen Typen zumeist deutlich überlegen, zumindest aber ebenbürtig. Wir bei SOUNDLIGHT halten darüberhinaus digitales, impedanzangepaßtes Datenkabel nach AES/EBU vorrätig, das sich auch für lange DMX-Verbindungen hervorragend bewährt hat und im Gegensatz zu CAT5 Kabel sehr flexibel und somit LIVE-geeignet ist..

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INTERFACING

Eine galvanische Trennung zwischen Sender und Empfänger wird auch durch die neue DIN 56930-2 nicht gefordert. Sofern entsprechende Vorrichtungen installiert werden, ist auch hier sicherzustellen, daß die Schnittstelle den Anforderungen gemäß EIA-RS-485 entspricht.

Neu hinzu kommen jedoch Maßnahmen zur Schutzbeschaltung der Ein- und Ausgänge, sie sind im Rahmen der CE Bestimmungen obligatorisch. Im Normblatt sind unverbindliche Schemata angegeben, die eine mögliche Beschaltung darstellen.

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FAZIT

DIN 56930-2: nichts Neues, aber erstmalig etwas Greifbares. Nach zahlreichen Verzögerungen soll die Norm nunmehr endgültig erscheinen. Wer mit DMX-512 zu tun hat, sollte sich eine Kopie beschaffen. Deutsche Normen können vom Beuth-Verlag, Berlin, erworben werden

5 frei, oder 2. Verbindung (2. Link, optional) DMX+