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WHAT'S NEW! Fest steht: das vorrangige Zauberwort bei der Erstellung der Update-Fassung DMX-512A heisst Kompatibilität. Die Datenübertragungsrate beträgt auch zukünftig 250 kBit/s, und die Kanalzahl wird 512 bleiben. Die Gesamtübertragungsdauer für 512 Kanäle kann leicht variieren, da einige Timing-Parameter neu definiert werden.
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eine Mindestdauer von 88 us für den RESET bestehen. Es wird jedoch
empfohlen, die typische RESET-Dauer deutlich höher zu setzen, um einigen
Empfängern die Dekodierung zu erleichtern. Möglicherweise entfällt die
Angabe eines typischen Wertes ganz. Wichtig: nach oben ist die
RESET-Zeit nach wie vor nicht begrenzt! Frame-Zeit (Datenbyte): Hier gab es eine Unkorrektheit bei der Übernahme des Originalmanuskriptes in das USITT-Papier. Diese wurde nunmehr beseitigt. Übertragungsausfall: Eine Zeit, nach der Empfänger einen Übertragungsausfall annehmen konnten, war bisher nicht explizit genormt - es wurde von einem Ausfall der Übertragung von 1s gesprochen. Die Zeit wird nunmehr mit 1025 ms (1,025s, bedingt durch die verlängerte empfohlene RESET-Zeit) festgelegt. Der Übertragungsausfall wird exakt definiert: Ein Übertragungsausfall kann dann angenommen werden, wenn der angeschlossene Empfänger nicht innerhalb der angegebenen Zeit einen gültigen BREAK mit darauffolgendem NULL-Startcode erkennen kann. Empfänger können einen Übertragungsausfall unterschiedlich handhaben - ein spezielles Verhalten hierfür wird nicht definiert. Steckverbinder: Wenn Steckverbinder verwendet werden, sind ausschließlich 5-polige AXR-Steckverbinder (XLR-Stecker) zu verwenden. Controller und DMX-Sender sollen female-Steckverbindungen benutzen, empfangende Geräte (Dimmer) sollen male-Steckverbinder benutzen. 3-polige XLR Steckverbinder sind untersagt. Wo aus Platzgründen (z.B PC-Slotkarten) oder anderen Gründen (Netzwerk-Patchbays) keine XLR zum Einsatz kommen können, werden Ausnahmen definiert. Für die bisher recht frei gehandhabte Belegung der XLR-Pins 4 und 5 gilt: sie sind nur für eine Datenverbindung mit RS-485 Pegeln zu verwenden. Hier wird -das ist derzeit noch in Beratung- sehr wahrscheinlich ein Rückkanal (Übertragung Dimmer -> Pult) eingerichtet.
5-poliger XLR-Steckverbinder Pin Funktion 1 Masse (Abschirmung) Pin Funktion 2 DMX- Pin Funktion 3 DMX+ 4 frei, oder 2. Verbindung (2. Link, optional) DMX- 5 frei, oder 2. Verbindung (2. Link, optional) DMX+
Durch die Belegung beider Signaladerpaare - gleich ob für Uplink oder für Downlink- werden zumindest (hoffentlich) die mit absolut nicht normmäßigen, 3-poligen XLR-Steckern bestückten Geräte "aussterben" müssen. Wenn Sie daher jetzt neu investieren, rüsten Sie besser bereits auf 2-paarig und 5-polig um. Kabel: Spezielle Kabeltypen werden nicht mehr vorgeschrieben. Labortests haben gezeigt, daß gängiges CAT5 Datenkabel -wie in der DMX-DIN 56930 bereits spezifiziert- den bisher angegebenen Typen zumeist deutlich überlegen, zumindest aber ebenbürtig ist. Wir bei SOUNDLIGHT halten digitales, impedanzangepaßtes Datenkabel nach AES/EBU vorrätig, das sich auch für lange DMX-Verbindungen hervorragend bewährt hat. . CAT-5 CABLING Die Verkabelung mit CAT-5 Kabel ist in der Netzwerktechnik weit verbreitet und wurde für DMX-512 erstmals in der deutschen Fassung des DMX-Standards, DIN56930-2, namentlich erwähnt. Mittlerweile haben -duch unabhängige Prüfungen und Tests- auch die amerikanischen Fachverbände erkannt, daß CAT5-Verkabelung zumindest den in der USITT DMX-512/1990 genannten Kabeltypen technisch überlegen ist. CAT-5 Verkabelung ist nur für FESTE Verlegung zu empfehlen. Für flexible Verbindungen wählen Sie optimal DIGITAL AUDIO KABAL nach AES/EBU Spezifikation Es gibt einen Entwurf für die Belegung von RJ-45-Steckern mit DMX-Signalen:
. TALKBACK An der zukünftigen Nutzung der Pins 4/5 scheiden sich derzeit noch immer die Geister. Die zunächst von PULSAR eingebrachte Idee, hier eine Hilfsspannung zur Versorgung von AUX-Einheiten einzubringen, wäre prizipiell ideal gewesen - konnte jedoch für Geräte, die diese Pins bereits für Datenübertragung nutzten, gefährlich werden und (ungeschützte) Schnittstellen beschädigen. Das war der Fall des Vorschlags. Die im Komitee zunächst mehrheitlich favorisierte Lösung bestand darin, auf den Pins 4/5 einen Rückkanal einzurichten und darauf eine Kommunikation Endgerät-Controller zu etablieren. Man hätte es dabei gern gesehen, wenn dabei das ROSCO/ET Talkback-Schema Anwendung finden könnte - die Firma würde es unter der Bedingung, daß es nicht modifiziert würde, zur allgemeinen Anwendung freigeben. Die Lobby ist stark, da mehrfach im Gremium vertreten. Bei diesem System kann prinzipiell jeder Empfänger dann Daten rückübermitteln, wenn er gerade welche empfängt- der Zeitpunkt der Datenrückübermittlung wird also an der Empfänger-Startadresse festgemacht. Peinlich wird es, wenn zwei Empfänger auf die gleiche Startadresse eingestellt sind - dann kollidieren sie. Emfänger mit nur einem oder zwei ausgewerteten DMX-Kanälen können am Protokoll nicht teilnehmen, da nur auf der aufwärts gesendete DMX-Slots eine Rückinformation generiert wird. Ein Software-Patching, wie dies heute in fast allen europäischen Dimmern anzunfinden ist, könnte das System nicht unterstützen. Aufgrund dieser massiven Nachteile und deutlicher europäischer Kritik ist das IDS Protokoll (gottlob) wieder aus dem Vorschlag verschwunden, wahrscheinlich wird nur die Möglichkeit des Talkbacks als solche in die Norm übernommen und das Verfahren frei gelassen. . ALTERNATIVE STARTCODES Hier bastelt die USITT schon seit geraumer Zeit. Es wird eine Anzahl festdefinierter Startcodes, eine Anzahl reservierter Codes und frei verfügbare Codes geben. Ein Manko der DMX-Übertragung war es bisher, daß keine Fehlerkorrektur möglich war, ja nicht einmal eine Möglichkeit der Fehlererkennung existierte SOUNDLIGHT hat einen Vorschlag zur Fehlererkennung unterbreitet, der eine Prüfsumme über einen separaten Startcode realisiert. Es sieht so aus, daß -unter anderem- dies VErfahren hier Eingang finden wird. Daneben werden in einem "HEADER BLOCK" zusätzliche Daten, wie z.B. Geräte- oder Herstellerkennungen, übertragen. Eine Tabelle soll dann auf der USITT DMX Homepage verfügbar sein - ist bisher aber noch nicht aufzufinden. Sobald Ergebnisse vorliegen, werden wir diese hier veröffentlichen. . INTERFACING Eine
galvanische Trennung zwischen Sender und Empfänger wird auch durch die
neue DMX-512A ebenfalls nicht gefordert, aber empfohlen. Dabei sollen
Sender (Pulte, Controller) direkt gekoppelt sein, Empfänger (Dimmer,
Scanner) möglichst optisch isoliert sein. Sofern entsprechende
Vorrichtungen installiert werden, ist sicherzustellen, daß die
Schnittstelle den Anforderungen gemäß EIA-RS-485 entspricht. . FAZIT Das "Update" von DMX-512/1990 auf DMX-512A hat damit in etwa die Qualitäten wie ein Update von Windows 98 auf die Millennium Edition - viel Aufruhr, wenig Substanz, sozusagen "das teuerste Service-Pack aller Zeiten". Wer mit dem bisherigen DMX-512 gut zurechtkam, wird nur wenig Verbesserung verspüren; durch Schutzschaltungen und Timing-Korrekturen wird es etwas stabiler. Für alle anderen heißt es: Neue Kabelkiste einrichten, 5-polig verkabeln. Und hoffen, daß auch in Zukunft alles spielt.
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