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Charakteristiken der Leitungsschutzschalter

Kabel, Leitungen und Geräte sind gegen Überlast und gegen Kurzschluß zu schützen. Das ist eine wesentliche Forderung aus der DIN VDE 0100.

Diese Anforderung wird durch Sicherungsautomaten erfüllt. Es gibt sie in den Ausführungen mit Auslösecharakteristik B, C und K. Sogenannten Haushalt-Automaten sind für Anwendungen in der professionellen Lichttechnik nicht geeignet

 

B-Charakteristik

Die Charakteristik erfüllt die Bedingung für den Überlastschutz von Kabeln entsprechend DIN VDE 0100 Teil 430. B-Automaten können kurzzeitig etwa das 3-5fache des angegebenen Nennstromes verarbeiten, sie sind daher zur Absicherung von Lastkreisen, die mit Scheinwerfern bestückt sind, nur bedingt geeignet, weil diese im Kaltzustand Einschaltströne ziehen können, die einen Wert bis zum 10-fachen des Betriebsstromes erreichen können.

 

C-Charakteristik

Die Charakteristik erfüllt die Bedingung für den Überlastschutz von Kabeln entsprechend DIN VDE 0100 Teil 101. C-Automaten können kurzzeitig etwa das 5-10fache des angegebenen Nennstromes verarbeiten, sie sind daher zur Absicherung von Lastkreisen, die mit Scheinwerfern bestückt sind, gegenüber B-Automaten zu bevorzugen.

Glühlampen können im Kaltzustand Einschaltströne ziehen, die einen Wert bis zum 10-fachen des Betriebsstromes erreichen.

 

 K-Charakteristik

Die Charakteristik erfüllt die Bedingung für den Überlastschutz von Kabeln entsprechend DIN VDE 0100 Teil 430. Automaten mit K-Charakteristik (K=Kraft) können kurzzeitig etwa das 8-14fache des angegebenen Nennstromes verarbeiten, sie sind daher gut zur Absicherung von Lastkreisen, die mit Scheinwerfern bestückt sind, geeignet.

Die K-Charakteristik bietet darüberhinaus durch ihren sensiblen Thermo-Auslöser (engerer Toleranzbereich) den besten Kabel- und Leistungsschutz

 

Harmonisierung der Netzspannung in Europa

Seit 1987 wird die Netzspannung in Europa "schleichend" auf 230V umgestellt; davon betroffen sind die meisten Länder. In Deutschland erfolgt eine Anhebung von 220V auf 230V, in England eine Absenkung von 240V auf 230V.

Damit während der Umstelluungsphase keine Probleme auftreten, hat man zugleich die Toleranzfenster (bisher 220V +/-10%, nun: 230V +6% -10%) eingeengt. Damit bleiben die Werte für die Mindestspannung und die maximale Spannung, die am Übergabepunkt (Steckdose) zur Verfügung stehen, in etwa erhalten. Bisherige Geräte lassen sich daher ohne besondere Maßnahmen weiter betreiben.

Mittlerweile ist die allgemeine Umstellung auf 230V abgeschlossen. Nun erfolgt -bis zum Jahr 2003- eine Erweiterung der Toleranzgrenzen auf wieder +/-10%, der Wert für die die maximale Spannung wird (für uns) somit angehoben. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht dies:

 

Harmonisierung

Anpassung auf 230V: die erste Stufe der Umstellung - das langsame Herauffahren der mittleren Netzspannung - ist abgeschlossen. Ab 2003 ist mit einem erweiterten Toleranzfeld zu rechnen.