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Instrumentenverbindungen nach oben Dabei ist es wie in der Natur: Die eigentlichen Stecker (eben die mit dem Nippel - wer lacht da, das ist blutiger, technischer Ernst) werden als männlich (male) bezeichnet. Die Buchsen entsprechend als weiblich (female). Der am meisten verwendete Stecker ist der 6,3 mm Klinkenstecker (1/4" Connector/ Plug). Er wird z.B. bei Gitarren und Bässen oder bei Keyboards benutzt. Die Spitze ("Tip" genannt) führt dabei das Tonsignal, der Schafft wird an die Abschirmung des Kabels angeschlossen. Manchmal gibt es auch dreipolige Vertreter. Diese werden häufig bei "Einschleifbuchsen" (Inserts), z.B. für Effektgeräte, benutzt. Meist ist die Steckerspitze dabei für das zum Verstärker/ Pult zurückgeführte Signal genutzt, der Ring in der Steckermitte liefert das Signal aus dem Verstärker heraus und das hintere Ende ist, wie im richtigen Leben, die Abschirmung gegen den Rest der Welt. Die bei Kabeln außen um die Innenleiter umlaufende Abschirmung soll elektromagnetische Störungen auf das Tonsignal verhindern.
Hier wird in aller Regel ein XLR-Stecker benutzt. Dies sind die Teile, die, von einem Metallkragen geschützt, drei Stifte enthalten. Sie haben eine Verriegelung, die durch drücken gelöst wird. Dadurch kann das Kabel nicht einfach während des Einsatzes aus dem Mikrofon rutschen. Diese Stecker, manchmal auch als Cannon- oder Switchcraftsteckverbinder bezeichnet, sind mit kleinen Ziffern zur Kennzeichnung der Kontakte versehen. Dabei wird meistens eine symmetrische Kabelführung genutzt, d.h. das eigentliche Tonsignal liegt einmal "normal" und einmal invertiert (also in der Phase gedreht) vor. Dadurch ist es möglich, Störungen von außen (von Netztrafos, Lichtanlagen, etc.) weitestgehend auszuschalten. Dies funktioniert aber nur, wenn die gesamte Kabelführung eines Mikrofons überall symmetrisch ist. Natürlich sind dazu im Kabel drei Adern erforderlich (Signal, invertiertes Signal, Abschirmung/Masse). Belegung : Pin 1 Abschirmung, Pin 2 Signal (+), Pin 3 invertiertes Signal (-). Möchtet ihr ein symmetrisches Signal unsymmetrisch bekommen (z.B. um ein Mikrofon an ein Tapedeck oder einen unsymmetrische Mischer anzuschließen), könnt ihr das invertierte Signal zusammen mit der Masse (Schirm) an den Schaft eines Klinkensteckers und das Signal an die Spitze des Steckers anschließen. So bekommt ihr ein Adapter von XLR-Buchse (Mikrofonseite) auf Mono-Klinkenstecker (Recorder). Um ein unsymmetrisches Signal dagegen symmetrisch zu bekommen, muß eine DI-BOX (Direct injection box), also ein Symmetriertransformator (oder eine aktive DI-Box) eingesetzt werden. Das ist schon eine aufwendigere Sache. Bei langen Kabelwegen (z.B. vom Keyboard auf der Bühne zum Saalmixer) ist dies aber die einzige Möglichkeit, ein einigermaßen ungestörtes Signal zu behalten. Übrigens noch eins : Es gibt einige Hersteller, die die Szene dadurch in Schwung halten, daß sie bei Mikrofon-XLR-Steckern die Pins 2 und 3 vertauschen (so z.B. AKG). Wenn nun verschieden gepolte Mikrofone dicht beieinander stehen, kann es leicht zu einem hohlen Klang (Phasenauslöschungen) kommen. Dann hilft ein kurzer Adapter, der die Polung nochmal dreht.
Mixer-Ausgang unsymmetrisch : XLR Pin 1 Schirm, Pin 2 Signal Beim Lautsprecheranschluß empfehle ich Musikern Speakon oder notfalls XLR-Stecker. Die sind stabil und sicher, auch wenn sie etwas teurer sind. Speakon Pin 1+ Plus, 1- Minus-Anschluss (usw.) Lautsprecher XLR: Pin 1 Minus (Masse), Pin 2 Plus ("heiß"); Klinkenstecker : Spitze Plus, Schaft Minus.
Achtet auf den Kabelquerschnitt bei Lautsprecherleitungen ! Dünne Kabel schlucken mehr Leistung und Klang als man denkt. Größere Querschnitte als 4 Quadratmillimeter nützen allerdings in den meisten Fällen auch nichts mehr. Ihr solltet aber auch auf keinen Fall alte Gitarrenkabel oder ähnliches nehmen. Es gilt also: Je länger die Lautsprecherkabel, desto dicker sollte der Querschnitt der Kabel sein. Insgesamt ist es am besten, wenn alle Kabel, egal wo ihr sie verwendet, nur so lang sind, wie ihr sie unbedingt braucht
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